Als Journeywoman nach Australien

Als Journeywoman nach Australien

Die meisten Handwerker sind Männer. Das ist nicht nur in 🇩🇪🇦🇹🇨🇭 Werkstätten und Baustellen so, sondern auch bei Journeyman. Umso mehr freuen wir uns über „Journeywoman“ Sanna, die mir etwas mehr über ihre Zeit in Australien erzählt hat.

Sanna hat in Deutschland eine Ausbildung als Tischlerin gemacht. Nach zwei weiteren Gesellinnenjahren in der Heimat ist sie dann im Mai 2018 mit Journeyman nach Canberra (Australien) gegangen. In Deutschland gab es auf Baustellen durchaus mal komische Situationen als Frau. Bei ihrer Tischlerei Capital Veneering in Australien dagegen hat sie sich noch nie unwohl gefühlt, auch wenn sie die einzig weibliche Gesellin an der Werkbank ist. Sie baut dort in der Werkstatt eigenständig Küchen und Schränke nach vorgegebenen Plänen.

Ihre männlichen Kollegen behandeln sie wie jeden anderen auch. Dass sie eine Frau ist und aus Deutschland kommt, kümmert niemanden. Das einzige kleinere Problem war, dass es anfangs in der Werkstatt nur Toiletten für Männer gab. Doch es wurde kurzerhand ein „Ladies“-Schild an die Behindertentoilette gehängt und schon hatte sich das Problem erledigt.
🙈😀

Jetzt gefällt Sanna ihr „journey life“ so gut, dass sie sogar länger bleibt als geplant. Aber nicht nur das Unternehmen und die Kollegen haben es ihr angetan, sondern auch das Land Australien. „In Deutschland würde man nie an der Supermarktkasse mit den Menschen in der Schlange über den Tag und die Arbeit reden“, sagt sie. In Australien passiere das regelmäßig. Die Menschen dort sind einfach super offen und freundlich. Da wird man auch schon einmal von einem Kollegen spontan eingeladen, die Weihnachtsferien mit ihm die Küste hoch zu fahren und einen Freund zu besuchen.

Manchmal vermisst Sanna aber auch ihre Familie. So schön es auch ist, an Weihnachten in der Sonne am Strand zu liegen. An solchen Tagen fehlt einfach die Familie. Und bei 39 Grad sehnt man sich sogar manchmal den deutschen Winter herbei.

Doch glücklicherweise sorgt die Firma selbst zwei Mal täglich für Abkühlung, indem sie Eis an die Mitarbeiter verteilt. So lässt sich die Hitze bei der Arbeit ganz gut ertragen. Und nach der Arbeit kann man sich beim Schwimmen mit den Kollegen abkühlen.
☀️🏝

Maike, Journey Guide

Habt ihr Fragen an Sanna? Dann schreibt sie unten in die Kommentare.

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