Als Schreinerin im Land der Kiwis und Werkstatt-Vögel

Als Schreinerin im Land der Kiwis und Werkstatt-Vögel

Seit Anfang Januar lebt und arbeitet Eva als Schreinerin in Auckland. Schon nach wenigen Wochen in Neuseeland hat sie einiges zu erzählen!

Journeyman: Hallo Eva! Hoffentlich hast du dich gut eingelebt in deinem neuen Zuhause. Wie waren denn so deine ersten Wochen? Hattest du heute einen schönen Tag?

Eva: Ja gut, danke! Heute hatte ich den ganzen Tag frei, da am 6. Februar der Nationalfeiertag von Neuseeland ist. Zusammen mit einer Freundin von hier, habe ich einen Ausflug nach “Piha” unternommen um die wunderschönen “Kitekite Water Falls” zu bestaunen. Gleich in der Nähe gibt es einen Surferstrand den wir auch noch besucht haben. Ein bisschen die Sonne zu genießen kann ja nie schaden!

Journeyman: Und hast du dich schon getraut selber surfen zu gehen?

Eva: Ne, bis jetzt noch nicht. Es gibt fast immer sehr starke Strömungen und man muss wirklich aufpassen wo man hinschwimmt.

Journeyman: Du hast ja noch bis Dezember Zeit, surfen zu lernen! Wie gefällt dir deine Arbeit? Wie sieht so ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Eva: Als erstes, wenn wir am Morgen in die Werkstatt kommen, kriegt der Papagei von meinem Chef neues Futter und frisches Wasser. Danach setzte man gleich die Arbeiten vom Vortag fort. Um Zehn gibt es eine kurze Frühstückspause. Von eins bis halb zwei ist Mittagspause und um halb fünf hat man schon wieder Feierabend. Freitags räumen wir jeweils noch die Werkstatt auf, damit es halbwegs ordentlich ist.

Journeyman: Ihr habt also einen Papageien in der Werkstatt? Kann der auch sprechen?

Eva: Ja genau, der gehört meinem Chef. Es ist halt üblich in Neuseeland, dass eine Werkstatt sich in einer, sagen wir mal, Garagen-artigen Halle befindet. Da so etwas nie zu 100 Prozent dicht ist und die Neuseeländer in den Sommermonaten gerne alle Türen und Fenster offen haben, haben wir neben unserem Papagei auch noch andere Vögel in der Werkstatt. Der Papagei ärgert sich dann immer darüber, dass die Vögel versuchen sein Futter zu klauen (lacht). Ich habe auch schon versucht, ihm einige deutschen Wörter beizubringen. Bis jetzt war ich noch nicht so erfolgreich. Auf jeden Fall kann er manchmal “Hallo” sagen!

Journeyman: Was für Projekte habt ihr gerade auf der Arbeit?

Eva: In den ersten drei Wochen mussten wir für ein Internat die Zimmer einrichten, in denen die Schüler wohnen. Dafür haben wir Betten, Schränke und Schreibtische gebaut. Aktuell müssen wir für eine andere Schule drei große Schränke aus Eiche und furnierten Platten bauen.

Journeyman: Wie unterscheidet sich deine Arbeit dort im Vergleich zu Deutschland?

Eva: Im Großen und Ganzem ist die Arbeit ziemlich vergleichbar. Mir gefällt, dass wir hier so viele Möbel bauen. Das konnte ich in Deutschland so nie machen. Aber komischerweise ist mein Chef hier genauso wie mein vorheriger. Immer hat er tausend Sachen auf einmal im Kopf. Da fliege ich um die halbe Welt und trotzdem ähneln sich die Chefs (lacht).

Journeyman: Und wie sind die Menschen so in Neuseeland?

Eva: Die Menschen hier sind sehr höflich. Wenn man zum Beispiel bei einer Wanderung in den Bergen jemandem entgegenläuft, sagt jeder “Guten Tag”. Das kenne ich in Deutschland nur von dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin. Zudem ist die Arbeitsatmosphäre viel lockerer. Auch wenn mal etwas schief läuft, muss man nicht gleich den schlimmsten Rüffel befürchten. Die Kollegen meinen dann so: “Fehler können passieren, ist ja nicht so schlimm.” Natürlich sollte so etwas nicht die Regel sein. Aber anstatt sich nur über den Fehler zu ärgern, versucht man eine Lösung zu finden.

Journeyman: Es freut uns zu hören, dass es auf der Arbeit für dich so gut funktioniert! Wie war der Bewerbungsprozess für dich mit Journeyman? Du bekamst ja beim dritten Bewerbungsgespräch eine Zusage.

Eva: Ich hatte ehrlich gesagt schon für mich entschieden, wenn es bei dieser Firma nicht klappt dann wars das für mich! Aber im Nachhinein betrachtet bin ich sehr froh um die Gespräche. Man bekommt halt ein Gefühl was für Fragen gestellt werden. Ich bin auch echt froh, dass ich bei meiner aktuellen Firma gelandet bin. Es ist sehr schön in einer kleinen Firma zu arbeiten, wo man alle Kollegen persönlich kennenlernen kann.

Journeyman: Hat es sich also gelohnt, das ganze über Journeyman zu organisieren?

Definitiv! Es ist einfach so hilfreich immer eine Ansprechperson zu haben bei Problem oder Fragen. Auch versorgt ihr einem mit genügend Infos und Checklisten!

Journeyman: Hast du noch zum Schluss einige Tipps für zukünftige Journeyman oder für Leute die sich noch unschlüssig sind in Ausland zu gehen?

Eva: Wer mich gut kennt, weiß, dass ich sehr schüchtern bin. Meine Familie dachte anfänglich noch, ich würde es nicht durchziehen. Aber wenn es sogar mir gelingt, einen Job in Neuseeland zu finden, dann schafft das jeder! Es ist eine einmalige Erfahrung im Ausland zu arbeiten. Gerade als Handwerker sollte man das einmal gemacht haben! Man muss sich nur trauen!

Journeyman: Vielen Dank Eva für deine Eindrücke aus Neuseeland!

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